Schmuck so leicht wie eine Feder

Julia Speiser stellt unter ihrem Label „Lea y Paola” orientalisch inspirierte Accessoires her.

Wenn die eigene Mama sich mit Schmuckherstellung das Medizinstudium finanziert und die Tochter die Stücke neben dem Jus-Studium über Social Media anbietet, dann muss diesen Teilen eine ganz besondere Faszination innewohnen.

Bei Julia Speiser war es handgefertigter Schmuck im orientalischen Stil und aus hochwertigen Materialien, der zunächst Freunde und Bekannte und dann die Besucher zahlreicher Charity-Veranstaltungen in seinen Bann gezogen hat. Daher beschloss die Wienerin, das Label „Lea y Paola“ zu gründen und Ohrringe, Armbänder und Ketten selbst zu entwerfen, zu fertigen und zu verkaufen.

Das gewisse Etwas

Von schlicht und elegant bis opulent und auffällig reicht der Stilbogen der Preziosen. Die Besonderheiten der zeitlosen Stücke sind neben ihrer um- werfenden Wirkung ihr geringes Gewicht und ihre hohe Hautverträglichkeit. Die Stücke werden von Julia Speiser, ihrer Mutter Brigitta und Mitarbeite- rinnen in Wien und der Slowakei aus hochwertigen Materialien gefertigt. Vergoldetes Sterlingsilber, Halbedelsteine, Süßwasserperlen, Swarovski-Kristalle und verschiedene Glasperlen werden mit Nadel und Faden zu filigranen Kunstwerken gemacht. „Es werden oft hunderte kleine Perlen für ein paar Ohrringe benötigt“, erklärt Julia Speiser die Besonderheit des Schmucks.

Die Entwürfe für die einzelnen Kollektionen werden von der Jungunternehmerin ebenso selbst durchgeführt wie Marketing, Vertrieb, Materialeinkauf und alle finanziellen und betrieblichen Angelegenheiten. Unterstützung bekommt Julia Speiser dabei von ihrer Mutter. Von ihr hat die Designerin auch die Techniken des Schmucknähens erlernt, die in ausführlichen Arbeitsschritten an das Team weitergegeben werden.

„Lea y Paola” steht für Entschleunigung und damit im Gegensatz zur kurzen Zeitspanne, die Designs heutzutage von der Präsentation zur Massenware durchlaufen. „Ich glaube fest daran, dass es möglich ist, fair zu produzieren“, so Julia Speiser. Ihre Materialien bezieht die 27-Jährige von ausgewählten lokalen Händlern oder vom österreichischen Kristallglashersteller Swarovski. Die Produktion innerhalb der EU und die Einbindung der lokalen Händler machen eine enge Zusammenarbeit, kurze Produktions- und Transportwege und damit Nachhaltigkeit möglich.

Die Schmuckstücke von „Lea y Paola” tragen feminine Namen. Dank unterschiedlicher Farbgebung passen die Designs zu jedem Anlass und jedem Outfit. Wenn man unter den rund 60 Einzelstücken nicht das Gewünschte findet, werden auch Spezialanfertigungen und Wunschdesigns geboten.

Weil die Besonderheit der genähten Schmuck- stücke und ihre Leichtigkeit trotz der zahlreichen Halbedelsteine persönlich erlebt werden muss, zeigt Julia Speiser ihre schmückenden Kunstwerke gerne bei Events und Ausstellungen. „Leider wur- den heuer Corona-bedingt alle Events abgesagt. Aber auch unser Online-Shop vermittelt die schönen Seiten der Schmuckstücke“, so Julia Speiser.

Text: Sabine Krammer
Fotos:
Alex Sutter

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Die Ohrringe, Armbänder und Ketten (ab 29 Euro) von „Lea y Paola” sind auf www.leaypaola.com erhältlich.