Das grüne Amazon aus Wien

Petra Etzelstorfer und Judith List unterstützen mit ihrer Online-Plattform „doitfair” lokale und nachhaltige Unternehmen.

Fairtrade ist ein Begriff, den wir mittlerweile in unser tägliches Vokabular aufgenommen haben, ohne genau zu wissen, was er eigentlich bedeutet. Von sozialen Arbeitsbedingungen, CO₂-minimierten Versandmethoden und möglichst ressourcenschonender Produktion ist meist die Rede. All diesen Aspekten gerecht zu werden, war das Ziel von Petra Etzelstorfer, Gründerin und Betreiberin des Online-Versandhandels „doitfair“. „Wir sind ein Wiener Unternehmen, das regionale Erzeugnisse, die unserer Philosophie entsprechen, in einer Amazon-ähnlichen Struktur anbietet“, sagt Etzelstorfer. „Wenn wir uns alle ein wenig einschränken und uns darauf besinnen, wie sich unser Konsumverhalten global auswirkt, kann das vieles auf unserer Welt verändern.“

Doch wie funktioniert „doitfair”? Jeder auch noch so kleine Anbieter hat die Möglichkeit, seine Waren, die den zugegebenermaßen sehr strengen Kriterien entsprechen müssen, gegen eine geringe Gebühr auf www.doitfair.com anzubieten. Aufgrund von Corona sind bis dato sogar die einmalig zu entrichtende Leistungsgebühr und der monatliche Beitrag von 40 Euro entfallen. Die Angebotspalette reicht von Mode, Lebensmitteln und Getränken über Accessoires bis hin zu Sport- und Spielartikeln sowie Coaching- und Consulting-Projekten. Eigentlich ist für jeden etwas dabei, der den Weg von in China hergestellter und über tausende Kilometer verschiffter Waren nicht unterstützen möchte. „Das schulden wir der österreichischen Wirtschaft und unseren Kindern”, so Etzelstorfer.


Text:
Wolfgang Unger
Fotos: www.barbarapacejka.com