Tradition trifft auf Moderne

Hochwertiges Material und recyceltes Metall: Das junge Label „Lena Kris“ schafft einzigartige Schmuckstücke von Hand.

„Ich wollte schon immer etwas Kreatives machen“,  erzählt Lena Grabher.  Das merkt man auch, denn die gelernte Goldschmiedin geht in ihrer Arbeit regelrecht auf. Unter dem Namen „Lena Kris“ kreiert die Leopoldstädterin einzigartigen Schmuck von Hand.

Angetrieben von dem Drang, etwas Neues zu entdecken und auszuprobieren, kombiniert Grabher traditionelle Techniken mit zeitgenössischen Prozessen. Auf diese Weise entstehen Ohrringe, Ringe und Ketten, die alles andere als gewöhnlich sind. Das Besondere daran: Wenn die Künstlerin ihrer Kreativität freien Lauf lässt, weiß nicht einmal sie selbst, wie das Endprodukt aussehen wird. „Anfangs habe ich nur eine ungefähre Idee. Der Schmuck entwickelt sich erst im Prozess“, sagt die gebürtige Vorarlbergerin. Dies entspreche auch ihrer Persönlichkeit: „Es ist einfach toll, spontan zu sein und sich auszutoben.“

Lokal und nachhaltig

„Bubble“ und „Sinuous“ heißen die aktuellen Kollektionen. Eine weitere ist gerade am Entstehen. Ästhetisch unterschiedlich, vereinen sie doch ein Konzept: Lokalität und Nachhaltigkeit. „Ich verwende nur recyceltes Metall aus eigenen Resten oder Ankauf.“ Dabei können schon mal alte Ohrringe eingeschmolzen und zu etwas völlig Neuem gemacht werden. „Ich liebe Gold. Es ist sehr angenehm zu verarbeiten“, so die Künstlerin. „Aber meine Stücke sind auch aus Silber.“

Kaufen kann man bei Grabher neben Stücken aus ihren Kollektionen auch Auftragsarbeiten. „Manche Kunden kommen mit alten Schmuckstücken wie den Eheringen ihrer Großeltern zu mir“, erzählt die 32-Jährige, die 2016 für ihre einzigartigen Designs und ihren konzeptionellen Ansatz mit dem renommierten Eligius Award ausgezeichnet worden ist.

Alles handgemacht

Kreiert werden alle Stücke im Gemeinschaftsatelier Stoß im Himmel in der Inneren Stadt.  Während man im vorderen Bereich Werke von verschiedenen Künstlerinnen kaufen kann, wird im hinteren Bereich kreativ gearbeitet. „Dort schmiede ich nicht nur, ich gieße auch sehr viel“, lässt Grabher wissen. Zweiteres habe nicht nur ästhetische, sondern auch andere Vorteile. „Das Endergebnis ist immer offen“, lächelt Grabher. Etwas, das die 32-Jährige an ihrer Vorgehensweise und an ihrem Beruf schätzt: „Ich liebe es einfach, mich frei zu entfalten. Und das wirklich Tolle dabei ist, wenn ich am Ende dasitzen und sagen kann, dass ich etwas Schönes geschaffen habe.“

Dass Grabher gerne Verschiedenes ausprobiert, zeigt auch ihr beruflicher Werdegang:  Auf eine Lehre an der Wiener Goldschmiede-Akademie folgten ein Bachelor-Studium für zeitgenössischen Schmuck in Florenz und ein Master-Studium mit Schwerpunkt Metall in New York City. Dabei entwirft sie neben kommerziellem Schmuck unter dem Label „Lena Kris“ auch extravagante Stücke unter dem  Namen „Lena Grabher“. Zu sehen waren ihre Werke bereits auf internationalen Designmessen wie der „blickfang Wien“. „Das Tolle an meiner Arbeit ist, dass dabei immer wieder etwas ganz Neues entstehen kann“, lächelt Grabher und widmet sich ihrer neuesten Kollektion.


Text:
Kathrin Klemm
Fotos: Lukas Geachter

 

 

auf einen blick
Lena Kris
Stoß im Himmel 3/3a, 1010 Wien
www.lenakris.com
oder
www.lenagrabher.com