Eschi Fiege verführt zum Kochen

„there is more than pasta“ motiviert einen mit einfachen Rezepten dazu, selbst den Kochlöffel zu schwingen.

Eschi Fiege hat Kunst studiert und war Werbetexterin, Käseverkäuferin und Regisseurin, bevor sie über Umwege ihren Weg in die Küche gefunden hat. Ein Ort, den sie – Gott sei Dank – nicht mehr verlassen möchte. Gemeinsam mit Michi Klein betreibt sie „Das kleine Paradies“ in der Josefstadt. Nebenbei schreibt sie. Ihr aktuelles Werk „there is more than pasta“ verspricht Genuss und Abwechslung.

Ihr neues Kochbuch richtet sich an Kochneulinge. Wie kam es zu dieser Idee?

ESCHI FIEGE: Ich wollte schon immer ein Buch herausbringen, das jungen Menschen die Angst vor dem Kochen nimmt. Selbst kochen zu können, bedeutet, unabhängig zu sein.

Ihr Buch ist in zwölf Grundideen gegliedert – von Eintopf & Suppe über Bällchen & Co.bis hin zu Kuchen. Welches Kapitel war für Sie die größte Herausforderung und warum?
Ehrlich gesagt, die Bällchen und Puffer. Denn aus irgendeinem Grund habe ich mir eingebildet, die müssen ohne Eier funktionieren. Das war ein bisschen schwierig. Aber ich habe es dann doch ganz gut hinbekommen (lacht).

Ein Rezept steht und fällt mit den Zutaten. Wo kaufen Sie Ihre Zutaten ein?
Ich bin da privilegiert, denn ich habe den Naschmarkt vor meiner Tür. Man mag über ihn denken, was man möchte, aber der Bauernmarkt ist einfach toll. Aber nachdem sich dieses Buch insbesondere an junge Menschen richtet, muss man realistisch sein. Junge Menschen müssen auf ihr Börserl schauen und kaufen eher im Supermarkt ein. Und das finde ich vollkommen in Ordnung.

Ihre Tipps für den Einkauf im Supermarkt?
Man sollte darauf schauen, dass man saisonal und regional einkauft. Ich muss keine Gurke aus Spanien kaufen, wenn daneben eine aus Österreich liegt. Wenn es geht, sollte man bio einkaufen. Aber vor allem sollte man Freude haben – beim Essen, beim Kochen und auch beim Einkaufen.

Haben Sie in Ihrem Buch ein Lieblingsrezept?
Ich mag den Obstkuchen und die grünen Pancakes mit Speck und Chilibutter. Die Serviettenknödel sind auch herrlich. Pizza geht immer. Ehrlich gesagt: alle.

Auf welche drei Zutaten können Sie auf keinen Fall verzichten?
Olivenöl, Anis und Salz. Ich liebe Salz.

Wie werden wir in zehn Jahren kochen?
In zehn Jahren werden wir von der klassischen Menüfolge abweichen. Es werden viele Speisen gleichzeitig auf den Tisch kommen, noch mehr als es jetzt schon der Fall ist. Auch glaube  ich, dass viel mehr vegan und vegetarisch gegessen wird.

Text: Nikki Gretz-Blanckenstein
Fotos: Vanessa Maas, Markus Spitzauer


auf einen blick
„there is more than pasta:
Mit 12 Kochideen 365 Tage gut essen“
176 Seiten, Pichler Verlag, 25 Euro