Darfs ein bisschen weniger (Fleisch) sein?

100 Prozent Geschmack mit nur 50 Prozent Fleisch – das verspricht das Wiener Start-up Rebel Meat mit seinen innovativen Burgerpatties.

Eingefleischte Burgeristas sind überzeugt: Ihr Lieblingsessen ist eine vollwertige Mahlzeit.  Immerhin besteht ein klassischer Burger aus Kohlenhydraten, Vitaminen in Form dekorativer Salatblätter, geschnittener Tomaten und Zwiebeln. Und natürlich dem Wichtigsten: Fleisch. Praktisch? Ja! Aber auch gut? Zumindest verbesserungswürdig, findet das Start-up Rebel Meat, welches das Burger-Essen revolutionieren will.

Pilze + Fleisch = Hybrid-Burger

„Iss die Hälfte” ist die Basis der Idee von Rebel Meat, wobei sie aber nicht unbedingt bei Kalorienbewussten punkten wollen, sonder eher bei Umweltbewussten. „90 Prozent der Österreicher sind Fleischesser. Wenn wir sie dazu bringen, nur noch halb so viel Fleisch zu essen, dann ist das der effektivste Weg, den gesamten Fleischverbrauch des Landes zu reduzieren”, beschreibt Cornelia Habacher von Rebel Meat die Philosophie. Aber wie schaffen sie das? Das Burgerpatty besteht ausschließlich aus biologischen Zutaten, aber nur zu einem Teil aus Rindfleisch. Die andere Hälfte besteht aus Pilzen und Hirse, abgerundet durch eine ausgeklügelte Gewürzmischung. Damit bietet das Start-up eine interessante und – wie der Selbstversuch zeigte – wohlschmeckende Alternative. In jedem Fall haben die Gründer noch einiges vor. „Hybrid Meat ist der nächste große Trend der Fleischindustrie. Wir sind hier Vorreiter in Europa und wollen die Marktführerschaft in diesem Bereich erreichen”, gibt sich CEO Philipp Stangl siegessicher. Wie groß die Nische ist, die sie mit ihrem innovativen Fleisch mit Ersatz schließlich besetzen werden, entscheiden die Konsumenten. Wie heißt es so schön: Probieren geht über studieren. Zum Beispiel bei Omnom Burger, im Strasser Bräu oder im Plain: Diese Restaurants haben Rebel Meat bereits auf ihrer Karte.

Text: Ernst Berger
Foto: Rebel Meat