Per Gin Taxi durch Wien

Mit einem coolen Londoner Black Cab und kühlen Drinks die Stadt entdecken? Wir haben eine Probefahrt gemacht.

90 Minuten dauert die Fahrt mit dem Gin Taxi in der Afterwork-Variante. Im Preis inkludiert ist nicht nur die Miete für das London Black Cab, sondern auch eine Flasche „Hendrick’s Gin”. Für den perfekten Gin Tonic serviert der Fahrer Fever-Tree Tonic – selbstverständlich nur, wenn das Fahrzeug steht. Das sind die wesentlichen Bestandteile des Gin Taxi Ride. Aber wie läuft die Reise mit dem urigen Gefährt tatsächlich ab?

Abgeholt werden wir an der im Vorfeld ausgemachten Adresse in Wien. Bei der Online-Buchung des Gin Taxis gibt man bekannt, ob man abgeholt werden möchte oder ob alle Mitreisenden am Sammelplatz beim Bahnhof Wien-Mitte Landstraße zusteigen möchten. Fahrerin Valerie öffnet uns in stilechter Livree die Wagentür und wir steigen ein. Zwei von uns kuscheln sich auf die Rückbank, zwei weitere Gin Taxi Rider nehmen auf Einzelsitzen entgegen der Fahrt-richtung Platz. Während wir es uns gemütlich machen und langsam in Afterwork-Stimmung kommen, wärmt sich Fahrerin Valerie beim Mischen der ersten Gin Tonics auf.

Gin Tonic zur Tea Time

Erst als alle zufrieden sind, nimmt sie hinter der Trennscheibe Platz – und der Ride beginnt. Wer glaubt, dass man im Verkehr mit italienischen Sportwägen oder US-Limousinen Aufsehen erregt, wird nach den ersten Minuten schnell eines Besseren belehrt: An jeder Ampel drehen Passanten die Köpfe und machen Selfies mit dem Black Cab, das in London auch unter dem Namen „Hackney Carriage” bekannt ist – und das, obwohl es sich dabei eigentlich um eine Mogelpackung handelt, denn das Gin Taxi ist gar kein echtes Taxi. Zumindest nicht in Wien, denn die gestrenge Taxi-Innung vergibt ihre begehrten Lizenzen nur an Fahrzeuge mit Klimaanlage – und das ist das Einzige,

mit dem Fahrerin Valerie nicht dienen kann. Die Fahrt ginge aber nicht durch Wien, wären keine Kunstgriffe möglich: So handelt es sich beim Gin Taxi offiziell um einen Mietwagen. Diesen kann man nicht nur in der Afterwork-Variante mieten, sondern auch im Summer-Outdoor-Picknick-Package: Den Gin Tonic gibt’s dabei als Afternoon Tea, den man mit Freunden an einem lauschigen Plätzchen im Grünen rund um Wien zu sich nimmt. Eine weitere Variante ist „The Unusual Sightseeing”, bei dem man Sehenswürdigkeiten abfährt, die in keinem Reiseführer verzeichnet sind.

Während wir bei einem Zwischenstopp am mondän beleuchteten Hochstrahlbrunnen für eine begeisterte Touristengruppe aus Schweden posieren, serviert uns Fahrerin Valerie die Abschlussrunde Gin Tonic, diesmal mit Gurke – oder vielmehr mit Cucumber, wie sie sich ausdrückt. „Are you
enjoying yourselves, guys?” – „Yeah!”

 

Text: Matthias Kautzky
Fotos: Matthias Auer

auf einen blick
Gin Taxi: Packages für bis zu vier
Personen von 169 bis 300 Euro
Buchung auf www.gintaxi.at