Blind Date an der Staffelei

Kultur mal anders: Das deutsche Start-up „ArtNight” verbindet bei Workshops Kunst mit Nachtleben. Erstmals finden die Abende auch in Wien statt.

Hand aufs Herz: Bei Kunst-Workshops geht’s selten wirklich ausgelassen zu. Abhilfe schaffen will diesbezüglich „ArtNight”: Die Kurse des Start-ups aus Berlin finden nämlich in hippen Bars und Restaurants statt. Nach 42 Städten in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden kommt die „ArtNight” nun auch nach Wien – und zwar etwa in Die Allee in der Leopoldstadt, in „Das Möbel” am Neubau oder in den „Tunnel Vienna Live” in der Josefstadt.

Malen unter Anleitung

Wie es zu der Idee gekommen ist? „Wir sind beide Großstadtmenschen, wir lieben den Trubel und die Unendlichkeit der Möglichkeiten, welche die Stadt bietet. Gleichzeitig mussten wir aber feststellen, dass es schwer ist, neue Leute in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen”, sagen die beiden Gründer David Neisinger und Aimie-Sarah Carstensen-Henze. Das Konzept: Unter Anleitung eines Künstlers aus dem Grätzel lernt man in einer Gruppe von 25 Personen, sein eigenes Bild zu malen. „Kreativ sein, sich austauschen und gemeinsam lachen, frei nach der Devise: Staffelei statt Bildschirm”, so Neisinger.

 

Die „ArtNights” werden dabei zu wechselnden Themen und künstlerischen Vorbildern organisiert: Pop Art à la Warhol, Expressionismus à la Kandinsky, Abstract à la Jackson Pollock. Gebucht wird online, erlebt wird das Ganze offline. Gemalt wird das nächste Mal am Samstag, 27. April, von 16.30 bis 18.30 Uhr unter der Anleitung von Amina Yassin im „Tunnel Vienna Live” (8., Florianigasse 39). „Bei ‚ArtNight’ dreht sich alles um Kreativität in guter Gesellschaft. Es geht darum, Spaß zu haben, vielleicht ein längst vergessenes oder eingeschlafenes Talent wiederzuentdecken und zu entfalten”, so Yassin. Keine Angst, wenn der Termin bereits ausgebucht ist: Weitere „ArtNights” werden laufend angeboten.

Anmelden kann man sich auf www.artnight.com – 34 Euro kostet der Abend. Zwar ohne Essen und Getränke, dafür darf man natürlich das selbst kreierte Kunstwerk und im besten Fall viele neue Kontakte mit nach Hause nehmen.

 

Text: Andrea Hörtenhuber
Fotos: ArtNight, Fabian Pfitzinger, Fynn Stoldt