Ein Hauch Palais auf der Haut

Alte Techniken, moderner Touch: Stefanie Derhaschnig von „Obizzi” kreiert Schmuckstücke mit Geschichte.

Inmitten der verzweigten Gassen der Wiener Altstadt liegt das Palais Obizzi. Ein Stück Wiener Tradition gekoppelt mit der Moderne. Denn im Erdgeschoß befindet sich die gleichnamige Goldschmiede von Stefanie Derhaschnig. „Ich bin keine, die nach Trends geht”, sagt sie. Ihre Arbeit ist stark beeinflusst von der Natur – feine Kettchen etwa gibt es eher selten. „Meine Handschrift sind alte Techniken, die ich modern interpretiere. Ich gebe ihnen einen neuen Touch.”

Ein Symbol, das sich immer wieder in Derhaschnigs Schmuck findet, sind die Hände. „Ich kreiere gerne Hände, da sie für mich ein Symbol darstellen. Ein Symbol dafür, dass ich gerne mit meinen Händen Dinge schaffe”, erklärt die zweifache Mutter. Kein Stück im „Obizzi” entspringt dem Zufall – jedes erzählt eine Geschichte und hat einen Namen. „Den hier habe ich mit meiner Tochter designt”, sagt Derhaschnig stolz und zeigt einen pompösen Metallring mit blauem Stein. Sein Name: Lilli. So wie die Tochter der Designerin.

Wer nur auf Glitzer-Schmuck steht, ist bei „Obizzi” eher fehl am Platz. „Jahrelang lag der Trend bei Modeschmuck”, so Derhaschnig. „Aber ich habe das Gefühl, jetzt ist ein Umschwung im Gang. Die Leute wollen wieder Exklusiveres.” Dass ihr Schmuck nicht billig ist, weiß Derhaschnig: „Aber er hat einen enormen Wert. Selbst wenn jemandem das Stück nicht mehr gefällt, kann er es umarbeiten oder einschmelzen lassen. Der Wert bleibt derselbe.”
Info: www.obizzi.com


Text:
Yvonne Brandstetter
Fotos: Max Spitzauer, Obizzi