Superfood aus Simmering

Bärenstark: Die Kaiserebersdorfer Gärtnerfamilie Vöhr machte die asiatische Gojibeere in Wien heimisch.

„Ich wollte immer schon etwas anderes machen”, erzählt Marion Vöhr. Auf die Idee, die Gojibeere in Simmering anzubauen, kam sie beim Fernsehen. „Mein Mann und ich haben getrocknete Gojibeeren genascht.” Mit sechs Vitaminen und Carotinoiden gilt diese als „Königin des Superfoods”. „Mich hat aber gestört, dass die Frucht aus Asien kommt”, so Vöhr. Der weite Weg entspreche so gar nicht dem „Kaufen in der Region”.

Nach ein bisschen Recherche war für Vöhr, die einer alten Gärtnerdynastie von 1860 entstammt, klar: Die Frucht wächst auch bei uns. Der „Gojibär”, wie die Frucht jetzt heißt, ist ein Namensspiel aus der Gojibeere und dem starken, gesunden Bären. Heute bauen die Vöhrs ihre „Gojibären” auf 4.000 Quadratmetern in Glashäusern in der Kaiser-Ebersdorfer-Straße 143 an. Die 1.200 Sträucher stehen in Spalieren, die wie Wein hochgezogen werden. Befruchtet werden sie von Wespen und Bienen, geerntet wird von Juni bis Oktober.

Übrigens: Nicht nur die Beeren, sondern auch die Blätter schmecken. Tipp: Mit Öl, Salz und Pfeffer schön braun rösten und zu Lachsfilet oder Huhn servieren.

 

auf einen blick
Zu kaufen gibt’s die Beeren bei
Merkur (1., Hoher Markt 12),
Prokopp (19., Sonnbergplatz 7)
oder auf www.gojibär.at


Text:
Karl Pufler
Fotos: Daniel Gepp

 

2018-10-10T09:41:46+00:00