Genuss kann man sich hier rexen

Sie nennt sich „Die Einmacherin” und stellt in oft stundenlanger Handarbeit Marmeladen, Aufstriche und Soßen her: Alexandra Jarolim.

Begonnen hat alles durch Zufall. Alexandra Jarolim erzählte dem Ottakringer Fleischer Klaghofer beim Einkauf von ihren Rillettes – hergestellt mit seinen Produkten. Der war begeistert und meinte, dass er genau so etwas für sein Geschäft brauchen würde, aber Zeit für die Herstellung fehle. Immerhin: Jarolim braucht fast einen Tag, bis die fertige Rillette im Rexglas ist. Denn das Fleisch muss zuerst in Stücke geschnitten werden und dann mit frischen Kräutern stundenlang kochen. „Wenn man das Fleisch mit der Gabel zerdrücken kann, ist es fertig”, erklärt Jarolim.

Aus dem zufälligen Gespräch in der Fleischerei ist eine Partnerschaft entstanden. Jarolims Rillettes können auch heute dort gekauft werden. Ihr Fleisch kauft die Unternehmerin übrigens auch nur hier. Qualität steht im Fokus, gewürzt wird nur wenig. „Der Geschmack kommt vom Produkt”, so Jarolim – egal, ob bei Marillen, Tomaten oder Fleisch. Und: Ins Glas kommt nur, was gerade in Österreich geerntet wird. „Ich würde zwar auch im Winter Tomaten bekommen, aber die schmecken einfach anders.” Tipp von der Expertin fürs Selbermachen: Immer sehr reife Früchte verwenden.

Bis Jarolim mit einem Rezept zufrieden ist, dauert es manchmal Wochen. Getestet wird zwischendurch von Bekannten und Verwandten. „Ich muss ja probieren, wie sich ein Produkt im Glas entwickelt”. Für die kühle Jahreszeit hat sich die Unternehmerin etwas Besonders einfallen lassen: Neben Kürbis- gibt es auch Marillenmarmelade mit Zimt und Sternanis. „Das schmeckt wie Weihnachten.” Info: www.dieeinmacherin.at

Text: Anja Gaugl
Fotos: Die Einmacherin

2018-10-10T09:41:23+00:00