Festival-Traum aus 1.001 Nacht

Musik, Tanz und Poesie aus orientalischen Kulturen: All das bietet das Festival Salam Orient.

Der Orient beginnt in Wien – zumindest ab 15. Oktober. Ab dann rückt nämlich das Festival Salam Orient für neun Tage Künstler aus dem orientalischen Kulturraum ins Zentrum. Salam Orient bietet den Besuchern die Gelegenheit, sich auf eine spannende Reise in die unterschiedlichsten Regionen des Nahen Ostens und des arabischen Raums zu begeben.

In Szene gesetzt werden ausgezeichnete Musiker, große Namen und angesagte Newcomer: Der musikalische Schwerpunkt der 14. Auflage des Festivals liegt auf verschiedenen Strömungen und Kulturen der Regionen Palästina, Libanon und Israel. Ebenso wird die kurdische Tradition in den Fokus gestellt.

Von Partylocation bis Jazzclub

Die Konzerte finden in insgesamt acht Spielstätten in ganz Wien statt, mit dabei ist alles vom Konzertsaal über Partylocations bis zum Jazzclub. Thematisch wird alles von Pop bis biblische Poesie abgedeckt:

• Arabischer Pop trifft auf westliche Elektronik- und Folkmusik: Eröffnet wird Salam Orient im Flex (1., Am Donaukanal) von der libanesischen Künstlerin Yasmine Hamdan, die vom britischen Guardian als „das moderne Gesicht der arabischen Musik” bezeichnet wird.

• Zeitgenössischer Jazz und arabische Verse: Das junge Ensemble Masaa hat bereits sämtliche Musikpreise Deutschlands eingeheimst. Am 16. Oktober gibt es nun in der Sargfabrik (14., Goldschlagstraße 169) sein Österreich-Debüt.

• Lautloser Dancefloor: Die Fußgängerzone Favoriten  (10., Favoritenstraße 105) verwandelt Paul Lohberger am 18. Oktober in eine Gehsteigdisco. Also: Kopfhörer auf und zu orientalischem Funk abtanzen.

• Pfad der Liebe im Radiokulturhaus (4., Argentinierstraße 30a): Am 19. Oktober laden Paul Gulda und Marwan Abado erstmals Derya Türkan aus Istanbul, einen Meister an der Kamantsche (Stachelgeige), ein. Von Bach über osmanisch-klassische Musik bis zu freier Improvisation ist an diesem Abend alles möglich.

• In alter Musiktradition verwurzelt: Das Yamma Ensemble zählt zu Israels wichtigsten Formationen hebräischer Musik. Am 20. Oktober präsentiert es im Porgy & Bess (1., Riemergasse 11) feinfühlige Lieder biblischer Poesie.

• Eine wilde Mischung aus traditioneller Ballade, futuristischem Surf und Post-Punk: Konzept-Künstlerin und Singer-Songwriterin Gaye Su Akyol  veröffentlicht mit ihrem neuen Album ein feministisch-revolutionäres Werk. Zu hören gibt’s das Ganze am 22. Oktober im WUK (9., Währinger Straße 59).

 

auf einen blick
15. bis 23. Oktober
an acht Spielstätten in ganz Wien
Eintritt teilweise frei, ansonsten
Tickets auf www.salam-orient.at


Text:
Andrea Hörtenhuber
Fotos: Christian Debus, Ronen Goldman, Derya Schubert Gülcehre, Aylin Güngör

2018-10-10T09:43:26+00:00