Ganz Wien in einer Flasche

Von grün und gesund bis bitter-herb und hochprozentig: die besten Drinks made in Vienna.

Vom Fleisch- zum Gin-Tiger

Dass Matthias Flatscher gut mit Steaks kann, ist bekannt. Das Herz des Gastronomen schlägt aber auch genauso für Gin Tonic. Seit der Eröffnung seines Bistrots ist die Kombi der hauseigene Signature Drink. Neben 70 Gin-Sorten bietet Flatscher nun auch einen eigenen Wacholder-Schnaps an: Wakeholder. „Am besten pur oder mit einem Fever Tree Classic Tonic: Dieser Drink zaubert ein Lächeln ins Gesicht”, preist Flatscher den Alleskönner an, an dem er zwei Jahre lang getüftelt hat. Geschmacklich punktet der Wakeholder neben dem Zitronengras mit seinen ausschließlich heimischen Botanicals. So sorgen Pfirsich, Marille, Löwenzahnwurzel, Löwenzahnblüte und Rosenessenz für den typischen Geschmack. Eine Flasche kommt auf 45 Euro und ist in beiden Lokalen – dem Restaurant sowie dem Bistrot (7., Kaiserstraße 113-115 und 121) – erhältlich.

Wein trifft Kraut

Wenn das Aushängeschild der österreichischen Barszene in Sachen Spirituosen selbst Hand anlegt, muss das was können: Barkeeper Reinhard Pohorec, unter anderem bekannt für seine Kreationen im „Tür 7” oder „The Velvet Room”, hat gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Weintögl einen eigenen Wermut auf den Markt gebracht. Top: „Pontica Red Vermouth” stößt auch schon international auf Interesse. Bei der Londoner Wine & Spirits International Competition hat der mit Kräutern aromatisierte Rotwein bereits eine Medaille geholt. Wie der in schwarz-weißen Flaschen abgefüllte Aperitif schmeckt? Bitter-herb, erinnert er ein wenig an Campari, mit Anleihen an Artischocke, Lorbeer, Walnuss und Enzian, aber auch nach süßem Erdbeerpüree. Pohorecs Profi-Tipp: Einfach 1:1 mit Whiskey zu einem „Manhattan” mixen. Na dann: Prost! Eine Flasche (0,5 l) gibt’s um 25,90 Euro im Handel. Kosten kann man den Pontica aber auch

Kracherl ganz ohne Chemie

Fruchtsaft kennt man ja. Aber Fruchtsaft mit Kohlensäure? Das ist neu. Die simple Formel des Start-ups „Pona” mit Sitz am Neubau: 60 Prozent reiner Bio-Fruchtsaft, 40 Prozent prickelndes Quellwasser, kein zusätzlicher Zucker oder andere Zusätze, alles bio. Eine runde Sache, die Anna Abermann und Simone Haslehner gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Sieben Sorten gibt’s aktuell, mit wohlklingenden Namen wie „Tarocco Orange” oder „Primofiore Zitrone”. Passend zur Heilpflanze des Jahres 2018, dem Ingwer, neu im Sortiment ist die Kombi mit knackig-frischen Demeter-Äpfeln. Beim prickelnden Trinkvergnügen trifft leichte Schärfe auf süß-saure Frucht. Der Frühling kann kommen! Erhältlich ist „Pona” um 1,99 Euro pro 330-ml-Flasche im Handel.

Ganz ohne, bitte!

Ohne Zucker, ohne Süßungsmittel, ohne Kalorien – und das schmeckt? Ja! Den Beweis tritt das Wiedner Unternehmen „Ohnly” an: Produziert werden Bio-Kräutertees frei nach dem Motto „Gesunde Ernährung”. Also Kräuter, Wasser mit Kohlensäure und sonst nix – bis auf einen kleinen Spritzer Zitronensaft. Drei Sorten gibt es: Hibiskus und Rooibos, Ingwer und Kurkuma sowie Melisse und Minze – mit jeweils einer ganz bestimmten Wirkung: entspannend, energetisierend oder entgiftend. Vorbildlich: Das Gründer-Team rund um Michael Goblirsch verzichtet seit Jahren selbst so gut es geht auf Zucker, Süßungsmittel, weißes Mehl und Produkte mit künstlichen Zusätzen. Na wenn das mal nicht schön und gesund macht … Die 330-ml-Flaschen gibt’s um 1,75 Euro im Handel.

Drei Flaschen für ein Halleluja

Zugegeben: Besonders sexy sieht „Hakuma” mit seiner grasgrünen Farbe nicht aus. Aber: Matcha liegt im Trend, vor allem dank seines antioxidativen Potenzials, das sich positiv auf Körper und Geist auswirkt. Das Start-up „Hakuma” verleiht dem östlichen Getränketee nun einen freshen Twist. Christian Koder, Max Mariel und Sebastian Podesser stecken hinter der Idee zu dem veganen Drink. Neben Matcha aus Nishio in der Präfektur Aichi setzt man geschmacklich auf Mango, Ingwer, Zitrone, Agave sowie Baobab. Fazit: Macht munter wie Kaffee, ist aber gesünder. Und wer’s nicht so mit gesund hat: Schmeckt auch im Mix mit Gin und einer Scheibe frischem Ingwer hervorragend. Die 250-ml-Flasche gibt’s um 2,35 Euro im Handel.

Text: Andrea Hörtenhuber
Fotos: Hakuma, Pona, Ohnly, Pohorec, Flatschers