Wien-Wissen für Angeber

Vom Kino der Superlative bis zum verruchten Walzer: Ein neues Büchlein versammelt Kurioses rund um Wiens Kunst und Kultur.

Nomen est omen: „Unnützes WienWissen 4“ heißt die neueste Erscheinung des Holzbaum Verlags. Auf 124 Seiten gibt es einen Überblick über die skurrile, kuriose und oft überraschende Kulturgeschichte Wiens. Für alle, die gern mit Fakten um sich schmeißen – hier ein Auszug:

Wussten Sie, dass …

 das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus), heute Eventlocation, früher eine Lokomotivfabrik war?

das Gartenbaukino nach seiner Wiedereröffnung 1960 unglaubliche 900 Sitzplätze hatte? Zum Vergleich: Das Audimax der Hauptuni fasst nur 800 Plätze.

bei der Eröffnung des Gartenbaukinos eine Kinokarte zwischen 12 und 40 Schilling kostete?

Wien als einziges Bundesland keine eigene Landeshymne hat? Allerdings muss Johann Strauss’ „An der schönen blauen Donau“ aka Donauwalzer oft als inoffizielle Hymne herhalten.

die Übertragung des Donauwalzers am 1. August 1955 auch die erste ORF-Übertragung war?

der Walzer aufgrund der körperlichen Nähe bis ins 19. Jahrhundert als unanständig galt?

es im 18. Jahrhundert üblich war, Straßennamen direkt auf die Häuser zu schreiben? Da die Farbe verblasste, stieg man sukzessive auf Schilder um. Die Blutgasse trägt übrigens eines der letzten gemalten Schilder Wiens.

der erste schwule Kommissar der Literaturgeschichte vom Wiener Erich Lifka (1924–2007) geschaffen wurde? Der Buchtitel? „Larry Dawe jagt heiße Boys.“

Text: Andrea Hörtenhuber
Foto: Stadtbekannt