Zurück zum wahren Ich

Von A wie Atmen bis Z wie Zuhause: Yogalehrerin Evelyne Zemplenyi verrät Tipps zum Stress-Abbau.

Immer schöner, immer schneller, immer besser: Superlative sind mittlerweile für viele Normalität geworden – im Job und auch privat. Was dagegen hilft? Entschleunigung – sei es im Yoga- Studio, per Meditation oder zu Hause.

Die Gedanken beruhigen, das Nervensystem runterfahren: „All das bringt – auch neurologisch bewiesen – weniger Stress. Und weniger Stress wiederum bedeutet Gesundheit“, so Evelyne Zemplenyi , die seit fünf Jahren jeden Donnerstag im Yogawege-Studio in der Otto-Bauer-Gasse 24 unterrichtet. „Yoga ist ja mittlerweile schon so etwas wie State of the Art. In Sachen Meditation gibt es aber noch viel Aufholbedarf.“ Zemplenyi selbst bietet auch wöchentliche Meditationsrunden an, jeden Donnerstag ab 18.15 Uhr blicken ihre Schülerinnen und Schüler für 30 Minuten in ihr Inneres. Mit reiner Esoterik hat das laut Zemplenyi schon lange nichts mehr zu tun: „Meditation hilft uns, im Hier und Jetzt zu sein, das verhilft uns zu einem glücklicheren Leben.“ Ein weiterer Effekt: Wer seine Achtsamkeit trainiert, kann sich auch besser konzentrieren und Störreize – etwa in der Arbeit – eher ausblenden.

Gelassenheit, Klarheit und Ruhe

Aber nicht nur in einer eigenen Meditationseinheit im Studio kann man Gelassenheit, Klarheit und Ruhe finden, sondern auch zu Hause. „Zehn bis 15 Minuten Meditation reichen, um seinen Fokus zu finden“, empfiehlt Zemplenyi. Dafür bequem und aufrecht sitzen, gerne etwas erhöht auf einer Decke. Die Sitzknochen fest am Boden spüren und die Wirbelsäule lang werden lassen. Die Schultern hoch zu den Ohren rollen, um sie dann ganz locker nach unten fallen zu lassen. Die Handflächen nach unten auf die Oberschenkel ablegen, die Augen schließen. Dann den Fokus auf die Atmung richten: durch die Nase einatmen und durch den Mund aus. Mit jeder Atmung mehr loslassen und mehr Entspannung finden. Dann tief und ruhig durch die Nase ein- und ausatmen. Das Wichtigste: „Den eigenen Rhythmus finden. Beobachten, wie der Atem natürlich kommt und geht“, so Zemplenyi. Um den Fokus zu behalten, Atemzüge zählen. „Schweifen die Gedanken ab, dann diese kurz wahrnehmen, aber nicht bewerten, sondern wie Wolken weiterziehen lassen.“

Wer sich eine längere Auszeit gönnen will, dem empfiehlt Zemplenyi das „Retreat Vienna“. „Dort stimmen Atmopshäre und Interieur.“ In der 200-Quadratmeter-Altbauwohnung in der Nelkengasse stehen täglich Meditation sowie ruhige Yogastile auf dem Programm – Stuck und Kachelofen inklusive. Innovativ: Im Retreat werden täglich ayurvedisch interpretierte Gerichte mit Bio-Zutaten gekocht. Und wer Mitglied ist (65 Euro pro Monat), kann das gemütliche Wohnzimmer und die Bibliothek nutzen.

Wer sich für Evelyne Zemplenyis Unterricht interessiert, schreibt an: evelyne.zemplenyi@gmx.net

Text: Andrea Hörtenhuber
Fotos: Karin Hackl Photos

2017-10-04T15:35:52+00:00